Schon wieder hat die Autorengruppe espressivo "Küsse im Dunkeln” im Sinn! Nach den Lesungen in Hamburg, Buxtehude und Dinkelscherben stehen für espressivo im Oktober zwei neue Termine auf dem Programm:
Am Samstag, 23. Oktober, ist sie im Kulturladen Westend in München, Coup de Foudre begleitet sie musikalisch auf der Gitarre. Am Montag, 25. Oktober, geht es weiter in dieStadtbibliothek in der Aumühle in Fürstenfeldbruck: Dort gibt es im Rahmen der Kreiskulturtage Kaffee, Gebäck und Kurzgeschichten von espressivo zum Frühstück.
Ich werde an beiden Lesungen leider nicht teilnehmen, freue mich aber auf Fotos und Berichte.
Am 14. August hat die Autorengruppe espressivo ihre schon traditionelle Lesung in Dinkelscherben veranstaltet. Ich war leider nicht dabei, habe mir aber sagen lassen, dass es sehr schön war. Ausführliche Infos gibt es auf der espressivo-homepage.
Drei Lesungen an drei Tagen, bis auf den letzten Stehplatz ausverkauft, die Presse war da (siehe den Link unter diesem Eintrag), der NDR brachte eine Ankündigung, sogar aus München waren Zuhörer angereist: Unsere „Wie Küsse im Dunkeln“-Lesetour vom 26. bis 28. März in Buxtehude und Hamburg hätten wir uns schöner nicht ausmalen können!
Station der espressivo-Lesereise: Das Kulturzentrum "Honigfabrik" in Hamburg-Wilhelmsburg Kein Klappstuhl, kein Quadratmeter blieb ungenutzt. Trotz des Aprilwetters kamen die Zuhörer zu allen drei Terminen in Scharen und ließen sich zu kurzen wie intensiven Berührungen mit den Schicksalen, Sehnsüchten und Skurrilitäten der Protagonisten in den espressivo-Geschichten verführen.
Mit den Schrullen von Onkel Bernd zum Beispiel, der gern Stecknadeln belichtet. Mit dem Heimweh einer Frau im nächtlichen Berlin, mit der besonderen Liebe eines namenlosen Fremden zur Einsamkeit. Mit Caspar, der sich mit seinem Bruder auf das dünne Eis des zugefrorenen Sees wagt und dem Flug einer Sahnetorte, der die Gemüter erhitzt.
Gefühlvolle Berührungen waren auch die musikalischen Intermezzi von Silvio Kuschmierz auf der Gitarre und Cornelia Fröschl auf der Querflöte, die mit Klängen selbst kleine Geschichten erzählten. Durch das Programm führten Anna Warner, Gesina Cramer und Jürgen Hayer. Mit dem Motto "Wie Küsse im Dunkeln" lehnt sich espressivo an das Stephen-King-Zitat an, der sagt, eine Kurzgeschichte sei "like a kiss in the dark from a stranger".
Auch das Gastspiel im Norden war wie ein Kuss im Dunkeln: aufregend, unvergesslich - und allzu schnell wieder vorbei. Die nächsten Lesungen für 2010 sind darum schon in Planung. Erstmal aber werden wir uns mit Volldampf in die Arbeit an unserer neuen Anthologie stürzen. So ein Lese-Wochenende voller Begegnungen, Gespräche und Geschichten ist einfach die beste Schreibmotivation ...
Endlich, endlich, endlich können wir euch die gute Nachricht vermelden: Unsere dritte Anthologie "ZWISCHENSTATION und 35 andere Hotelgeschichten" ist im Mohland-Verlag erschienen!
Diesmal haben sich die espressivo-Autoren an diversen Schauplätzen im Hotel nach erzählenswerten Begebenheiten umgesehen - und 36 spannende, romantische, nachdenkliche, hin und wieder auch schräge Fundstücke für euch zusammengetragen. Auch wenn die neuen Geschichten eine kleine "Zwischenstation" eingelegt und sich darum etwas verspätet haben - das Warten hat sich gelohnt: Alles über "ZWISCHENSTATION" findet ihr in unserer Pressemitteilung, einen ersten Blick auf die Texte werfen könnt ihr unter Leseproben auf der espressivo Homepage.
"ZWISCHENSTATION und 35 andere Hotelgeschichten", herausgegeben von Christopher Kaatz, ist im Mohland-Verlag erschienen, hat die ISBN-Nummer 978-3-86675-111-8 und kann zum Preis von 12,50 Euro überall bestellt werden, wo es Bücher gibt - u.a. bei Amazon und direkt vom Mohland-Verlag.
(Diesen Text habe ich von der espressivo HP geklaut. Nicht weitersagen.)
Die Autorengruppe espressivo hat seit ein paar Tagen eine Facebook Seite. Wenn ihr Facebook nutzt könnt ihr euch hier über Veröffentlichungen, Lesungen und andere Neuigkeiten informieren.
Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns dort besucht und uns als offizielle espressivo-Fans unterstützt! Natürlich findet ihr aber auch weiterhin alle Neuigkeiten rund um espressivo auf der offiziellen espressivo Website.
„Eine Kurzgeschichte ist wie der Kuss eines Fremden im Dunkeln”, sagt Stephen King und wir - die Mitglieder der Autorengruppe espressivo - haben unsere kommende Lesereise unter dieses Motto gestellt: "Wie Küsse im Dunkeln" heißt das Programm aus spannenden, nachdenklichen, romantischen, schrägen und in jedem Fall unterhaltsamen Short Stories, das wir gerade für Deutschlands Norden zusammenstellen.
Wie im vergangenen Jahr werden wir auch diesmal in Buxtehude und Hamburg zu Gast sein:
Freitag, 26. März 2010 19:30 Uhr Buchhandlung “Schwarz auf Weiß” Ritterstraße 9, 21614 Buxtehude, Tel.: 04161 / 99 99 70 0 Vorverkauf und Abendkasse: 4 Euro
Samstag, 27. März 2010 20:15 Uhr Literaturcafé Mathilde Bogenstraße 5, 20144 Hamburg, Tel.: 040 / 41 49 53 84 http://www.mathilde-hh.de Vorverkauf und Abendkasse: 4 Euro, Fördermitglieder: 3 Euro
Ich selbst werde nach bisherigem Stand der Planung in Buxtehude sowie in der Honigfabrik lesen und in der Mathilde zumindest anwesend sein.
Ausser mir lesen voraussichtlich: Kirsten Bloem, Gesina Cramer, Cornelia Fröschl, Jürgen Hayer, Nina Hornauer, Sophie Karlis, Hella Lopez-Eberhard, Myrna Maxam, Katharina Offenborn, Philipp Reichert, Meike Stewen, Claudia Vieregge, Anna-Kathrin Warner und Ulrike Weinhart. Musik machen Cornelia Fröschl und Silvio Kuschmierz.
Sie schloss die Augen, als sie Karins Schreie aus dem Wohnmobil hörte. Der Parkplatz war menschenleer. Niemand sonst konnte beobachten, was vor sich ging. Nach einigen Minuten kam Dirk zurück und ließ sich auf den Fahrersitz fallen. "Die Schlampe wollte aufhören. Ich hab ihr zugeredet, damit sie noch ein bisschen weitermacht." Er legte seine rechte Hand auf Tanjas Oberschenkel. "Und du? Schon mal darüber nachgedacht, mich zu verlassen?"
Ein Auszug aus meinem Kurzkrimi "Tanja steigt aus", der diese Woche in der FUNK UHR (4/2010) erschienen ist. Die vollständige Geschichte ist auf Seite 94 nachzulesen. Das Heft ist noch bis Donnerstag, d. 28.01. im Zeitschriftenhandel zu bekommen.
… - eine neue Website. Es riecht hier noch nach frischer Farbe und die Schritte hallen, weil es so wenig Einrichtung gibt. Aber marcvanderpoel.net geht endlich an den Start und ich freue mich auf jeden, der diese Seiten besuchen wird.
Hier werde ich über mein Schreiben und meine Veröffentlichungen und gelegentlich das eine oder andere über mich berichten.
Ein paar Pinselstriche sind noch zu machen, ein paar Schrauben nachzuziehen und einzelne ältere Artikel zu posten. Und wer einen bestimmten Inhalt oder eine besondere Funktion vermisst oder Schwierigkeiten bei der Darstellung hat, kann mir eine Mail schicken. Ich will dann versuchen, das Problem zu beheben. Wenn alles läuft, wird es hier auch einen RSS-Feed geben.
Fürs Erste wünsche ich allen Besuchern viel Spass beim Stöbern und alles Gute für das Neue Jahr 2010!
Zwischenstation
Hans lehnte sich gegen ein Waschbecken, zog ein Etui aus der Tasche seines Jacketts, nahm zwei Zigaretten heraus, reichte Willi eine davon und gab ihm Feuer. "Rauchverbot! Die Menschheit wird verrückt. Aber ich stell mich nicht raus in die Kälte." Er schüttelte den Kopf. "Mensch Willi, wie lange ist es her, dass wir beide heimlich zusammen auf dem Klo geraucht haben? Sechzig Jahre?"
aus "Zwillinge"
Herzklopfen und andere Lebenszeichen
Es gibt hier nur einen Highway. Und zwei Richtungen. Sie kam aus der anderen. Auch sie hat kein Geld mehr. Hat mir mit ihren letzten Dollars eine Mahlzeit spendiert. Und ein gemeinsames Hotelzimmer. Morgen stehen wir beide auf der Straße. Zwei Deutsche am Ende einer leeren Fahnenstange. In Shithole-Town, Nevada, USA.
Julia hat Pullover und Jeans ausgezogen und sitzt im Schneidersitz auf dem Bett. Sie sieht mich an.